• Anke Kaminsky

New treatment approach for depression- Ayahuasca?

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The interview with Jonathan Roy inspired me to read up on Ayahuasca. The psychotropic plant decoction is originally used in South America for religious ceremonies. The approach to use these substances - which have an effect on the nervous system - in the treatment of mental illnesses is not new. Nevertheless, there are only a few conclusive studies in this field. I searched for ayahuasca centered studies, but there aren’t many results that I could use. The research into treatment with Ayahuasca in relation to depression, anxiety, addiction and PTSD, is still in its early stages. The studies that have been completed have little validity because they include only a few test subjects.

Despite low significance from the studies found, the results are consistently positive. The treatment results were determined using standardized measurement methods such as the Hamilton Rating Scale for Depression (HAM-D) and the Montgomery-Åsberg Depression Rating Scale (MADRS). The score improved after treatment with Ayahuasca.


With a lot of treatment-resistant mental illnesses, this unconventional approach would be well worth more research. It is a fact that the recognized pharmacotherapy does not work many patients or has high side effects. The advantage of this treatment would be that Ayahuasca does not have to be taken permanently. One or a few applications already achieve an effect. In addition, the risk of addiction is very low - in contrast to the drugs that are sometimes prescribed for the treatment of mental illness.


Nevertheless, you should not experiment with Ayahuasca on your own. Likewise, dubious offers from any treatment centers should be avoided. Since Ayahuasca contains Dimethyltryptamine (DMT), it falls under the narcotics act in Germany. DMT has a hallucinogenic effect and should therefore be avoided by people with diagnosed psychosis or psychotic risk factors.


A use must ALWAYS be clarified beforehand with a doctor you trust, because Ayahuasca potentially has a toxic effect. Precisely because of this point, the person who brews and administers the brew should be very competent.


My conclusion:

I am generally very skeptical of alternative healing methods, naturopathy and ceremonies. However, since DMT activates serotonin receptors, a positive effect sounds no longer so unrealistic to me. Antidepressants also try to influence various neurotransmitters. Even the esoteric vibe doesn't bother me in this case. I think with conditions like depression, anxiety, PTSD and addiction, there is always a hurdle or blockage resonating within the self. In some cases, this cannot be willfully and consciously corrected. Giving the lead to the subconscious with the help of psychotropic substances does not seem so absurd to get out of the stagnant unbearable state. Even if you are in good health, there is of course the residual risk of a "bad trip". This is difficult to predict. In the case of exhausted therapy approaches, everyone must weigh up for themselves whether they want to give it a chance. If the opportunity arises in a safe setting I would certainly try it.



Neuer Behandlungsansatz für Depressionen - Ayahuasca?


Das Interview mit Jonathan Roy hat mich dazu angeregt mich über Ayahuasca zu informieren. Der psychotrop wirkende Pflanzensud wird ursprünglich in Südamerika für religiöse Zeremonien genutzt. Der Ansatz diese, aufs Nervensystem wirkende, Substanzen in der Behandlung von psychischen Erkrankungen zu nutzen ist nicht neu. Trotzdem gibt es nur wenige aussagekräftige Studien in diesem Bereich. Bei der Recherche nach Ayahuasca zentrierten Studien, tauchten nicht allzu viele Ergebnisse auf, die ich nutzen konnte. Die Erforschung der Behandlung mit Ayahuasca im Zusammenhang mit Depressionen, Ängsten, Sucht und PTBS, steht noch am Anfang. Die abgeschlossenen Studien haben nur eine geringe Aussagekraft, da sie nur wenige Testpersonen umfassen.

Trotz geringer Aussagekraft von den gefundenen Studien, sind die Ergebnisse durchweg positiv. Die Ermittlung des Behandlungserfolgs wurde mit standardisierten Messmethoden wie dem Hamilton Rating Scale for Depression (HAM-D) und dem Montgomery-Åsberg Depression Rating Scale (MADRS) durchgeführt. Der Score verbesserte sich nach der Behandlung mit Ayahuasca.


Angesichts von therapieresistenten psychischen Erkrankungen, wäre dieser unkonventionelle Ansatz durchaus mehr Forschung wert. Fakt ist, dass bei vielen Betroffenen die anerkannte Pharmakotherapie nicht oder nur mit hohen Nebenwirkungen anschlägt. Vorteilhaft bei dieser Behandlung wäre, dass Ayahuasca nicht dauerhaft eingenommen werden muss. Eine oder wenige Anwendungen erzielen schon einen Effekt. Außerdem ist die Suchtgefährdung sehr gering – im Gegensatz zu den Medikamenten, die teilweise bei der Behandlung von psychischen Erkrankungen verschrieben werden.


Mit Ayahuasca sollte man trotzdem nicht in Eigenregie herumexperimentieren. Ebenso sollten unseriöse Angebote von irgendwelchen Treatment Zentren gemieden werden. Da Ayahuasca Dimethyltryptamin (DMT) enthält, fällt es in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz. Das DMT wirkt halluzinogen und sollte deswegen von Menschen mit diagnostizierter Psychose oder psychotischen Risikofaktoren gemieden werden.


Eine Anwendung muss IMMER vorher mit dem Arzt des Vertrauens abgeklärt werden, da Ayahuasca potenziell eine toxische Wirkung hat. Genau wegen diesem Punkt sollte derjenige, der den Sud braut und verabreicht, sehr viel Kompetenz mitbringen.


Mein Fazit:

Alternativen Heilmitteln, Naturheilkunde und Zeremonien, stehe ich allgemein sehr skeptisch gegenüber. Da DMT jedoch die Serotonin-Rezeptoren aktiviert, klingt eine positive Wirkung für mich gar nicht mehr so unrealistisch. Antidepressiva versuchen ebenfalls Einfluss auf verschiedene Neurotransmitter zu nehmen. Sogar der Esoterik-Vibe stört mich in diesem Fall nicht. Ich denke bei Erkrankungen wie Depressionen, Ängsten, PTBS und Sucht, schwingt immer eine Hürde oder Blockade im Selbst mit. In manchen Fällen lässt sich das nicht willentlich und bewusst beheben. Dem Unterbewusstsein durch psychotrope Substanzen das Ruder in die Hand zu geben, scheint da gar nicht so abwegig, um aus dem stagnierenden, unerträglichen Zustand herauszukommen. Wenn gesundheitlich nichts dagegen spricht, bleibt natürlich das Restrisiko von einem „Bad Trip“. Das lässt sich schlecht vorhersagen. Bei erschöpften Therapieansätzen, muss jeder selbst abwägen, ob er dem eine Chance geben will. Wenn sich die Möglichkeit in einem sicheren Setting ergibt, würde ich es jedenfalls ausprobieren.

Quellen:


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